Entgiftung durch Amalgam-Eliminierung
Umweltgifte schwächen das Immunsystem
Durch die völlige Veränderung unserer Lebensumwelt kommen wir mit einer Vielzahl von körperfremden Stoffen in Berührung, die der Körper wieder hinausschleusen muss. Mit der Fülle der Substanzen sind die Ausscheidungsorgane jedoch oft überfordert, sodass diese Stoffe meist im Bindegewebe liegen bleiben. Umweltbelastungen wie Luftverschmutzung, Schwermetalle im Trinkwasser und in den Zähnen (Amalgam), Elektrosmog, Zunahme der UV-Strahlung sowie falsche Ernährung und ungesunde Lebensmittel belasten den Organismus. Die Folge der zunehmenden Verschlackung ist dann eine Beeinträchtigung der Zellatmung und daraus resultierende weitere Einlagerung von "Müllhalden", die zu Gewebeübersäuerung und Anreicherung von Flüssigkeit im Gewebe führen. Die Folge ist eine Schwächung des Immunsystems.
Natürliche Ausscheidung unterstützen
Um den Organismus von dem Müll wieder zu befreien, müssen die natürlichen Ausscheidungswege wie Verdauung, Nieren, Leber und Galle, die Haut sowie Atemwege unterstützt werden. Das Entschlackungsorgan mit der größten Oberfläche, der Darm, beeinflusst in besonderer Weise auch den Immunstatus. Als Ausleitungsbehandlung empfehlen homöopathisch ausgerichtete Therapeuten Präparate wie Derivatio H. Es fördert die Ausleitung eingelagerter Stoffwechselprodukte und Toxine und aktiviert die wichtigsten Ausscheidungsorgane. Ein "gesäuberter" Darm kann seine Aufgaben der Resorption und Ausscheidung wieder besser wahrnehmen.
Lebensumstände wichtig
Die Ausleitungstherapie sollte aber auch Startpunkt für das Gespräch mit dem Patienten über seine Lebens- und Ernährungsgewohnheiten sein, da eine Entschlackung nur nachhaltig sein kann, wenn die Ernährung oder eine falsche Lebensführung den Erfolg nicht wieder zunichte macht.
Entfernen der Amalgamfüllungen
Am Anfang jeder weiteren therapeutischen Bemühung muss das Entfernen aller Amalgamfüllungen stehen. Denn der ständige Nachschub von Quecksilber und anderen Metallen aus den Füllungen macht eine umfassende Entgiftung unmöglich. Das Entfernen der Füllung sollte unter Einsatz von Kofferdam erfolgen.
Grundsätzlich muss eine Entgiftungsbehandlung individuell auf den jeweiligen Patienten abgestimmt sein. Ein Patient mit Nierenstörung scheidet z. B. weniger Quecksilber über die Niere aus. Hier muss die Stärkung der Niere in die therapeutischen Überlegungen mit einbezogen werden. Ähnlich verhält es sich bei Patienten mit eingeschränkter Magen-Darm-Tätigkeit. Hier hilft nur die sorgfältig erhobene Diagnose und ein individuell abgestimmtes Therapiekonzept. Darüber hinaus gibt es aber allgemeine Therapiemaßnahmen, nämlich den Einsatz von Antioxidanzien und bei einer Schwermetallvergiftung den Einsatz von Chelatoren.
Bei allen Eingriffen können vom Zahnarzt Mundspülungen mit Selenase vorgenommen werden. Die Frage, wie viele Füllungen pro Sitzung entfernt werden sollen, wird unterschiedlich beantwortet. Manche Autoren empfehlen, in 4-6 Wochen nicht mehr als 1 oder 2 Füllungen zu entfernen, andere halten ein zügiges quadrantenweises Vorgehen pro Sitzung für möglich. Individuelle Ergänzungen können erforderlich sein.
Nachweistests für Amalgam-bedingte Belastungen
Zum Nachweis von Schwermetallen und anderen Umweltgiften in Körperflüssigkeiten und der Umgebung stehen verschiedene Tests zur Verfügung. Diese Tests müssen in der Regel vom Patienten selbst bezahlt werden. Seit Februar 1992 übernimmt die kassenärztliche Bundesvereinigung Tests nur „in begründeten Einzelfällen". Es wird auch nur die Untersuchung von Quecksilber im Blut und Harn anerkannt.
Quecksilber-Konzentrationsverlauf während der Kauphase
in Abhängigkeit von der Anzahl der Füllungen
Der Kaugummitest
Der Kaugummitest basiert auf der Tatsache, dass Quecksilber-Ionen, aber auch andere Metalle wie z. B. Zinn- und Silber-Ionen durch intensives Kauen aus den Amalgamfüllungen vermehrt freigesetzt werden. Diese können dann in einer Speichelprobe gemessen werden.
Quecksilber-Spiegel im Urin vor und nach Gabe
von 300 mg DMPS an Probanden mit und ohne
Amalgamfüllungen
DMPS Mobilisationstest
Bei einem anderen Test, dem sogenannten DMPS Mobilisationstest, wir dem Patienten ein Schwermetall-Antidot verabreicht. Dieses Mittel macht es heute möglich, die Quecksilberkonzentration im Urin zu ermitteln. Früher konnte man die in Organen gespeicherten Schwermetallkonzentrationen nur beim Toten bestimmen.
