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Putzen und putzen lassen

Schon in den achtziger Jahren lieferte eine wissenschaftliche Studie aus Schweden den Beweis: Die regelmäßige zahnmedizinische Prophylaxe fördert die Mundgesundheit. Patienten, die etwa alle drei Monate beim Zahnarzt persönlichen Anschauungsunterricht zur Mundhygiene bekamen und deren Zähne dann von bakteriellen Belägen gereinigt wurden auch dort, wo Zahnbürste und Zahnseide nicht hinreichen, hatten keine Zahnprobleme mehr. Nach insgesamt 15 Jahren Betreuungsdauer hatten die Teilnehmer der Testgruppe nur extrem geringe Kariesschäden entwickelt. Auch Entzündungen von Zahnfleisch und Zahnhalteapparat wurden gebremst. Neben den Schweden gehören auch Zahnmediziner aus der Schweiz, den Niederlanden und den USA zu den Vordenkern der professionellen Zahnreinigung. Ihren Forschungen und ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Kariesraten in den Industrieländern weltweit drastisch zurückgegangen sind und dass viele Kinder und Jugendliche heute kariesfrei aufwachsen. In Deutschland hat als Erste die Zahnärztekammer Berlin aus diesen Erfahrungen Konsequenzen gezogen. Sie startete schon 1989 ein „ProphylaxeSeminar". In einem knappen halben Jahr bilden sich Zahnarzthelferinnen hier zu Prophylaxe-Assistentinnen weiter. Inzwischen geben ProphylaxeHelferinnen bundesweit ihr Wissen an Patienten weiter. Sie erläutern die Ursachen von Zahnerkrankungen, geben Tipps für zahngesunde Ernährung. Das Wichtigste: Sie üben mit den Patienten eine gute Zahnputztechnik, beseitigen alle bakteriellen Beläge und Zahnstein auf den Zahnoberflächen und in den Zahnzwischenräumen, glätten und fluoridieren die Zähne. Eine Prophylaxe-Sitzung dauert ungefähr eine Stunde und kostet rund 80 Euro, je nach Aufwand auch mehr. Von den gesetzlichen Krankenkassen wird die Vorsorge für Erwachsene aber nicht bezahlt. Abhängig vom individuellen Erkrankungsrisiko empfehlen Zahnärzte ein bis vier Prophylaxe-Termine pro Jahr.

Stiftung Warentest, Sonderheft

Nicht in aller Munde

Deutsche sind Zahnseiden-Muffel. Mit nur 3,75 Metern pro Jahr verbrauchen sie zu wenig davon, wie die Gaba-Elmex-Forschung jetzt feststellte. Die US-Amerikaner sind da etwas weiter: Die verfädeln durchschnittlich immerhin 14 Meter jährlich. Wer den Empfehlungen der Zahnärzte folgt - einmal täglich etwa 50 Zentimeter Zahnseide verfädeln - müsste pro Jahr eigentlich rund 150 bis 180 Meter Zahnseide verbrauchen.

Zahnseide gilt als das wichtigste Hilfsmittel zur Reinigung der Zahnzwischenräume. Also überall dort, wo die Zahnbürste nicht mehr hinkommt. Optimal: Einmal täglich benutzen und zwar vor dem Zähneputzen. Beim anschließenden Bürsten werden dann die abgelösten Beläge aus dem Mund gefegt.

Stiftung Warentest Oktober 2002

Verfärbte Zähne nicht selbst aufhellen - Gefahr nachhaltiger Schäden

(Kiel) Verfärbungen an den Zähnen können verschiedene Ursachen haben. Zu ihnen gehören laut Zahnärztekammer Schleswig-Holstein u.a. Farbstoffe aus Genussmitteln wie Kaffee, Tee, Cola, Rotwein und Tabak. Aber auch Krankheiten oder Medikamente könnten die Farbe der Zähne beeinträchtigen. Auch im Alter verändere sich die Zahnfarbe. Allerdings sollte man die Zähne nicht selbst mit Aufhellungsprodukten behandeln. Dies könne zu Schäden an den Zähnen führen. Sinnvoller sei es, einen Zahnarzt aufzusuchen, der in der Regel zunächst nach den Ursachen für die Verfärbung suche und dann eine Behandlung einleite. Ein gängiges Mittel sei das "Bleaching" bei dem die Zähne über Nacht gebleicht werden. Diese Behandlung werde aber meist nicht von der Krankenkasse bezahlt. gms

Münstersche Zeitung vom 10. November 2002

Nur nicht übertreiben - Schäden durch rabiates Zähneputzen

Nicht nur mangelnde Mundhygiene, auch zu intensives Zähneputzen kann den Beißern schaden. Wie das Apothekenmagazin Gesundheit berichtet, beobachten Zahnärzte immer häufiger keilförmig freigelegte Zahnwurzeln, abgeriebenen Zahnschmelz oder Zahnfleischwunden, verursacht durch harte Zahnbürsten, zu starken Druck oder falsche Putztechnik. Besonders schädlich scheint "horizontales" Putzen zu sein. Die Zahnbürste sollte statt dessen senkrecht in kreisenden oder rüttelnden Bewegungen geführt werden. Grundregel: Von rot nach weiß. Ist doch alles bekannt? Offensichtlich vergessen Erwachsene vieles wieder, was sie als Kinder gelernt haben, vermutet Prof. Thomas Kerschbaum vom Zentrum für Zahn- Mund-und Kieferheilkunde der Universität Köln.

Münstersche Zeitung vom 26. September 2002

Tee beugt Karies vor

Regelmäßiges Teetrinken kann der Bildung von Karies vorbeugen. So enthalte grüner und schwarzer Tee Fluorid, das zur Härtung des Zahnschmelzes beiträgt, berichtet die Zeitschrift "ErnährungsUmschau". Damit werde eine Demineralisierung durch organische Säuren ausgeglichen, die beim Abbau von stärkereichen Nahrungsresten im Mundraum entstehen. Erfolgt das nicht, entstehe an den Zähnen Karies. Zur Härtung des Zahnschmelzes ist den Angaben zufolge eine tägliche Fluoridaufnahme von ein bis vier Milligramm wünschenswert. Regelmäßiges Teetrinken könne einen großen Teil des täglichen Fluoridbedarfs decken: Ein Liter Teeaufguss aus grünem oder schwarzem Tee enthalte etwa zwei bis drei Milligramm Fluorid. Allerdings sei der maximale Gehalt erst nach einer Ziehzeit von ungefähr sechs Minuten erreicht. Da beide Teesorten zudem Polyphenole enthalten sei die Wirkung für die Zahngesundheit um so besser: Polyphenole hemmen den Stärkeabbau im Mundraum. -gms

Westf. Nachrichten, Oktober 2003

Zweimal täglich Zunge putzen - Wichtiges Mittel gegen Mundgeruch

Zähneputzen, Zahnseide und jetzt auch noch Zunge putzen: Das empfiehlt Dorothee Neuhoff.

Während des Akademietages der Kassenärztlichen Vereinigung und der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe am Wochenende in Münster empfahl die Diplom-Dentalhygienikerin zwei Mal täglich das Putzen der Zunge mit einem speziellen Schaber.

Da sich auf der Oberfläche der Zunge Bakterien einnisten, die Schwefelstoffe und damit Mundgeruch produzierten, rät sie vor allem Menschen mit belegter Zunge eine entsprechende Behandlung. Neben Magenbeschwerden seien Bakterien in den Taschen zwischen Zahn und Zahnfleisch sowie auf der Zunge Hauptursache für den Mundgeruch. Die Schwefelstoffe entstehen durch Ausscheidungen der Bakterien oder deren Tod.

Weil die Bakterien immer widerstandsfähiger seien und sich „regelrecht zuschleimen", um sich etwa vor Mundwässern zu schützen, empfiehlt Neuhoff konsequentes Zähneputzen. Das könne vermeiden, dass sich die Bakterien im Mund einnisten.

Westf. Nachrichten vom 23.7 2003

Zähne als Ursache für Migräne?

Dr. Georg Risse-Stiftung fördert Neuaufstellung der Kieferorthopädie

(Münster) Der Kieferorthopäde Dr. Georg Risse gründete eine Stiftung zur Förderung der Bio-funktionellen Orthodontie und Kieferorthopädie. Er folgt damit einer Empfehlung des Wissenschaftsrates. Dieser hatte sich nach gründlicher Analyse des derzeitig vorhandenen Forschungs-, Lehr- und Ausbildungsstandes der klinischen Versorgung für umfassende Reformen für die Zahnmedizin ausgesprochen, heißt es in einer Pressemitteilung. Damit habe sich auch international ein grundlegender Lehrmeinungswechsel um 180 Grad in der Kieferorthopädie, und hier speziell in der Orthodontie, mit festsitzenden Geräten hin zur biologisch-funktionellen Betrachtung vollzogen.

Diese Neuausrichtung werde insbesondere auch wegen der zunehmenden Vernetzung der Zahnmedizin - und hier besonders in der stark wirksamen Multibandbehandlung (Orthodontie) - mit allgemeinmedizinischen Erkrankungen notwendig.

Dr. Georg Risse betont: „Schiefstehende Zähne können über ihre Hebelmechanik vielfältige Erkrankungen des Kopf- und Schulterbereiches verursachen, wie Kopfschmerzen, auch häufig als Migräne diagnostiziert, Ohrenschmerzen oder Tinnitus. Gleiches gilt für verschiedene Formen der Schädigungen der Kiefergelenke." Zusammengefasst werden diese Symptome unter dem Begriff "Costen-Syndrom".

In diesem Zusammenhang, erklärt Risse, sei die in Amerika begonnene Kehrtwende für die Orthodontie der notwendige Schritt in die richtige Richtung gewesen, der nun durch die Bio-funktionelle Orthodontie ein Fundament erhalte. Damit, fährt Dr. Risse fort, könne man die Zahnfehlstellungen kieferorthopädisch therapieren, was neben den medizinisch-therapeutischen Vorteilen auch volkswirtschaftlich von großer Bedeutung sei.

So litten nach Angaben der DBV-Krankenversicherung allein in Deutschland 50 bis 60 Millionen Menschen unter Kopfschmerz und/oder Migräne. Laut Versicherung entspricht dies 14,5 Millionen Krankheitstagen.


Weißmacher und Blender

Beim Wunsch nach weißeren Zähnen können die speziellen, meist etwas teureren Weißmacher-Zahnpasten nicht viel helfen. Sie entfernen die hartnäckig verfärbten Beläge vor allem mithilfe der eingesetzten Putzkörper. Doch diese Spezialzahncremes können von Natur aus gelbliche Zähne nicht weißer machen. Im besten Fall wird die ursprüngliche Naturfarbe wieder etwas belebt. Weißmacher-Zahnpasten sollten nur benutzt werden, wenn Zähne und Zahnfleisch kerngesund sind. Bei frei liegenden Zahnhälsen, zu denen es mit zunehmendem Alter oder als Folge einer Parodontitis häufig kommt, liegt das empfindliche Dentin (Zahnbein) oder das noch weichere Wurzelzement frei. Hier heißt es Vorsicht mit den Weißmacherpasten, um bereits vorhandene Schäden nicht noch zu verschlimmern.

Stiftung Warentest, Sonderheft

Folien und Glitzersteinchen

Besonders bei jungen Leuten stehen nicht nur weiße Zähne hoch im Kurs, sondern auch Zahnschmuck, meist „Dazzler", Goldfolien in Form von Herzchen, Sternen, Mond oder Sonne sowie „Twinkles", glitzernde Schmucksteinchen. Moderne Zahnarztpraxen schrecken auch vor dieser Aufgabe nicht zurück und kleben das gewünschte Schmuckstück -ohne unliebsame Spätfolgen- auf den Zahn. Fachgerecht angebracht behindert Zahnschmuck weder beim Essen noch beim Sprechen. Er hält maximal zwei bis drei Jahre, lässt sich aber auch vorher problemlos entfernen. Voraussetzung ist allerdings stets eine gute Mundhygiene, besonders im Bereich des Schmucks. Die Preise für Zahnschmuck beginnen je nach Qualität bei etwa zehn Euro. Das fachgerechte Anbringen kostet noch einmal etwa 25 bis 50 Euro.

Stiftung Warentest, Sonderheft

Natürlich leicht gelblich

Mitteleuropäer haben im Allgemeinen keine wirklich weißen Zähne. Ihr Naturton ist in den meisten Fällen leicht gelbgräulich. Zur hellen Hautfarbe sieht das weitaus natürlicher aus. Viele individuelle Faktoren spielen bei der Entstehung von Zahnverfärbungen eine Rolle, zum Beispiel Lebensgewohnheiten, Speichelzusammensetzung, Mundhygiene und Ernährung. Äußerliche bräunliche Verfärbungen werden vor allem durch Pigmente aus Nahrungs- oder Genussmitteln verursacht, zum Beispiel durch Rotwein, Tee oder Tabak. Zähne können sich auch von innen heraus verfärben, zum Beispiel durch Verletzungen, durch die Einnahme spezieller Medikamente (zum Beispiel Tetrazykline) oder einfach durch den Alterungsprozess. Besonders wurzelbehandelte Zähne können mit der Zeit deutlich nachdunkeln.

Stiftung Warentest, Sonderheft