Minimal invasive systematische PA-Behandlungen
Die nachfolgend beschriebenen Behandlungen dienen der Bekämpfung von Parodontitis. Zunächst aber ein paar grundsätzliche Worte zu dieser Erkrankung.
Was ist Parodontitis?
Parodontitis ist eine Volkskrankheit, von der jeder zweite Erwachsene betroffen ist. Also mit 50 % Wahrscheinlichkeit auch Sie!
Die früher als "Parodontose" bezeichnete Erkrankung des Zahnbettes wird durch eine Entzündung im Bereich der Zahnwurzel verursacht. "Parodont" bedeutet "um den Zahn herum" und Entzündungen bezeichnet man in der Medizin mit der Endung "itis". Die korrekte Bezeichnung lautet also "Parodontitis". Früher glaubte man, der Rückgang des Zahnfleisches sei eine Art Verschleißerscheinung. Daher kam der Name "Parodontose", wobei die Endung "ose" auf den Verschleiß, die Abnutzung hinweisen sollte.
Bei Parodontitis droht Zahnverlust!
Parodontitis führt zu einem langsamen Abbau des Zahnhalteapparates. Hierbei werden Fasern, Gewebe und Knochen rund um die Zähne zerstört. Äußerlich ist dies durch einen Rückgang des Zahnfleisches und durch das Auftreten von "längeren Zähnen" zu beobachten. Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig behandelt, so kommt es zu einem Abbau der Knochenstruktur bis hin zu einem Ausfall der betroffenen Zähne.
Bakterielle Entzündung des Zahnbettes
Wie entsteht Parodontitis?
Man weiß, dass praktisch jeder Zahnfleischrückgang auf eine Besiedlung durch Bakterien zurückzuführen ist. Diese Bakterien dringen über die Zahnoberfläche langsam in Richtung der Zahnwurzel vor und verursachen dort eine Entzündung.
Sind die Bakterien infolge schlechter Zahnpflege erst in die Zahnfleischtaschen eingedrungen, so vertiefen sich diese Taschen immer weiter und sie sind dann für die Zahnbürste nicht mehr erreichbar. Sie bilden, ähnlich wie auf den Zähnen, auf der Wurzel einen Belag, die so genannte "Plaque". Aus dieser Plaque kann sich Zahnstein auf der Wurzel bilden, der den Bakterien als Nährboden dient.
Was können Sie gegen Parodontitis tun?
Die Bakterien in den Zahnfleischtaschen rufen eine permanente Entzündung hervor. Sind alle Zähne betroffen, ist eine Gesamtfläche erreicht, die der Innenseite einer Hand entspricht. Eine solche "Wunde" bedroht nicht nur die Zähne, sondern kann eine Belastung für den gesamten Organismus bedeuten.
Diese Entzündung kann heutzutage jedoch relativ einfach behandelt werden!
Neue Methoden, die von Wissenschaftlern entwickelt wurden, ermöglichen es Ihrem Zahnarzt, Ihre Zähne sozusagen unter dem Zahnfleisch zu "putzen".
Dabei werden Zahnstein, Plaque und Bakterien soweit entfernt, dass der Körper die Entzündung in den Griff bekommt und die Wunde heilen kann.
Neue, minimal invasive Verfahren, die Parodontitis schonend zu bekämpfen, sind:
